Ohne Vertrag · volle Kostenkontrolle
Handy-Prepaid Mai 2026
Pay-as-you-go ohne Bindung: CallYa, ALDI TALK, congstar Prepaid und Co. — Allnet-Flat-Pakete oder klassische Guthaben-SIMs als Zweitkarte oder für absolute Kostenkontrolle.
Handy-Prepaid nach Nutzungstyp
So funktioniert Prepaid
Prepaid bedeutet wörtlich „im Voraus bezahlt". Du kaufst eine SIM-Karte, registrierst sie und lädst Guthaben auf — z. B. per Bankeinzug, Coupon im Supermarkt oder online. Verbrauchst du das Guthaben, kannst du nicht mehr telefonieren oder surfen, bis du wieder lädst. So entstehen keine bösen Überraschungen am Monatsende.
Allnet-Flat oder Pay-as-you-go?
Klassische Prepaid-Karten rechnen pro Minute / SMS / MB ab. Moderne Prepaid-Allnet-Flat-Pakete (z. B. von ALDI TALK, congstar oder fraenk) bieten ein monatliches Paket mit fester Datenmenge. Diese Pakete kannst du jederzeit kündigen — verlängern sich aber automatisch, solange genug Guthaben verfügbar ist.
Die wichtigsten Prepaid-Marken 2026
Im Telekom-Netz (D1) dominiert MagentaMobil Prepaid sowie die Telekom-Tochter congstar Prepaid mit Allnet-Flat-Paketen ab 10 €/Monat. Im Vodafone-Netz (D2) ist CallYa die hausinterne Prepaid-Marke — von der einfachen 5-€-Variante bis zum CallYa Digital mit unlimitiertem Datenvolumen. Das o2-Netz wird von einer Reihe von Discountern bedient: ALDI TALK (zusammen mit Medion), Lebara (besonders günstige Auslandsoptionen) und Lyca Mobile. Im jungen 1&1-Netz ist die Prepaid-Auswahl noch klein — wer hier funkt, bekommt aber 5G-Standalone und sehr niedrige Latenzen.
Aufladung — die Optionen im Überblick
Die meisten Prepaid-Anbieter erlauben Aufladung per Bankeinzug (auf Wunsch automatisch bei Unterschreitung eines Schwellwerts), per Kreditkarte oder PayPal in der Anbieter-App, per Aufladekarte aus dem Supermarkt oder der Tankstelle (Edeka, REWE, Aldi, Lidl, dm, Müller, Shell — alle führen die gängigen Marken) oder per Online-Voucher, der per E-Mail kommt. Wer den Überblick behalten will, schaltet die Niedrig-Guthaben-Benachrichtigung in der Anbieter-App ein — sonst kommt es an einem ungünstigen Tag (z. B. unterwegs ohne WLAN) zur unerwünschten Sperre.
Prepaid und EU-Roaming
Seit 2017 gilt Roam-like-at-home auch für deutsche Prepaid-Karten: In der gesamten EU plus Liechtenstein, Norwegen und Island telefonierst und surfst du zu Inlandskonditionen, ohne Aufschlag. Ausnahmen sind Anbieter mit reinen Inlandstarifen (manche Discounter haben EU-Roaming explizit ausgeschlossen) sowie Datenmengen jenseits der Fair-Use-Klausel (typisch ab 30–50 GB im Roaming gedrosselt). Außerhalb der EU brauchst du eine Travel-eSIM oder eine lokale Prepaid-SIM — Details in unserem Roaming-Ratgeber.
Wann lohnt sich der Wechsel zu einem Vertragstarif?
Wer monatlich konstant 15 GB oder mehr Daten verbraucht, fährt mit einem monatlich kündbaren Vertragstarif typisch 30–50 % günstiger pro GB. Wer Wert auf maximale Flexibilität legt (Auslandsaufenthalt, Zweitkarte, kurzfristige Test-Phase) bleibt bei Prepaid die richtige Wahl. Auch für Kinder und Jugendliche, bei denen Kostenkontrolle Priorität hat, ist Prepaid das sicherere Modell — weil keine Vertragsverpflichtung und keine Folge-Rechnungen entstehen können.